Blöd nur, wenn man zu zweit unterwegs ist und einer findet's toll und der andere schrecklich. Zugegeben, New Orleans ist bislang die dreckigste Stadt, die wir auf unserer Reise besuchen. Selbst un den abgefucktesten Ecken von Miami war es sauberer.
Ich finde aber das Flair schon toll, Musik überall, die Häuser hier, die oft so schon farbig sind, ein Hauch Geschichte überall. Aber vieles ist auch echt runtergekommen und halt nicht alles so makellos, wir einen Fernsehen und Reiseführer glauben machen wollen. Aber ich finde das irgendwie authentischer als zum Beispiel das klinisch saubere Naples, wo man den Reichtum geradezu riechen konnte. Das wiederum hat Michi total gut gefallen, er findet New Orleans wohl einfach nur schrecklich. Liegt vielleicht auch mit daran, dass man ständig von irgendwelchen Leuten angequatscht wird. Das finde ich jetzt auch nicht so prickelnd, aber ich ignoriere es einfach. Sollen sie mich für unhöflich halten, mich kennt ja hier keiner...
Auffallend sind auch die vielen Obdachlosen hier, ich hab den Eindruck, das ist mehr als in Miami. Ob das wohl auch noch mit Katrina zusammenhängt? Apropos, zum Teil sieht man heute, 8 Jahre später, immer noch Trümmer, die mit Sicherheit von Katrina stammen. Und man bekommt schon beim reinfahren einen Eindruck, wie verheerend es hier nach dem Hurricane ausgesehen haben muss.
Apropos, Hurricane ist hier auch ein Cocktail. Der wurde uns von unserer Bedienung bein Frühstück in Clearwater empfohlen. Aber nachdem ich vorher ein bisschen zugeschaut hab, wie die hier Cocktails mixen bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich einen probieren möchte. Vermutlich müsste Michi mich schon nach der Hälfte heim tragen. Im Vergleich zu Florida, wo die Cocktails echt spottbillig waren, sind sie hier auch vergleichsweise teuer. Wobei schätzungsweise 8,- Dollar jetzt auch nicht die Welt sind, bei uns zahlt man das ja an such auch in einer Bar, oft sogar mehr.
Zum Abkühlen waren wir vorher noch in Amerikas ältester Bar, zumindest behauptet sie das von sich. Lafittes Blacksmith Shop geht auf das Jahr 1772 zurück, also sogar noch vor der Unabhängigkeitserklärung. Ein bisschen ursprünglich ist die Bar auch noch, denn im gesamten Gastraum gibt es nur Beleuchtung durch Kerzen. Störend fand ich persönlich den Fernseher in der Ecke, der will nicht so recht ins Bild passen. Ich werde schauen, ob ich das Gebäude morgen bei Tag fotografieren kann. Ansonsten einfach mal googeln, im Netz findet ihr sicher jede Menge Fotos davon.
Donnerstag, 27. Juni 2013
New Orleans - muss man wohl hassen oder liebrn
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